Fonds für Einsteiger

Fonds Einsteiger



Fonds vergleichen

Wie bei jeder Geldanlage gibt es auch bei Fonds Gute und weniger Gute Produkte. Fonds unterscheiden sich in Hinblick auf die Fähigkeiten des Fondsmanagements, die jährlichen Kosten, die Risiken und die erzielten Renditen.

Anfänger neigen dazu, stets Fonds zu kaufen, die in den letzten Jahren sehr gut gelaufen sind. Zudem machen glänzende Renditen in der Vergangenheit den Verkauf solcher Fondsanteile für Anlageberater sehr einfach. Somit greifen unerfahrene Anleger meist zu teuren aktiven Fonds mit nicht unerheblichem Rückschlagspotential.

Fakt ist, nur ein sehr kleiner Teil (weniger als 10 % ) der aktiven Aktienfonds schlägt den korrekten Vergleichsindex auf Dauer. Die Vorstellung, dass die Profis dauerhaft bessere Renditen als der Marktdurchschnitt erwirtschaften können ist falsch. Selbst wenn Sie dieses täten, allein die Kostenstruktur aktiver Fonds würde die durchschnittliche Rendite wiederum senken.

Top Performer der letzten Jahre sind fast nie die erfolgreichsten der folgenden Jahre.

 

Die wenigsten aktiven Aktienfonds schlagen ihren Vergleichsindex auf Dauer.

 

Kosten der Fonds vergleichen 

Wenn Sie unbedingt aktive Fonds erwerben möchten, beispielsweise weil Sie nicht über die notwendigen Mittel für den kostengünstigen Erwerb von Exchange Traded Funds verfügen, sollten Sie daher in erster Linie auf die Kostenstrukturen achten.

Innerhalb eines Anlagegebietes unterscheiden sich die Produkte meist nur minimal in Bezug auf die Auswahl und Gewichtung der einzelnen Portfoliopositionen. Die wenigsten Fondsmanager trauen sich abseits der ausgetretenen Pfade zu investieren. Die Konsequenz ist klar, bei zwei nahezu identischen Fonds nimmt man natürlich den Günstigeren.

Absolute No Go´s sind beispielsweise Performance Fees, eine der größten Frechheiten der Investmentbranche. Bei einer Performance Gebühr zahlen Sie einen bestimmten Prozentsatz der Outperformance (der überdurchschnittlichen Rendite) an die Fondsgesellschaft. Dummerweise beteiligt die Fondsgesellschaft sich nicht an eventuellen Verlusten, ein schlechtes Geschäft für Sie.

Ein wesentliches Kriterium für attraktive Renditen sind die produkteigenen Kosten.

 

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Der Fondsmanager und die Informationspolitik

Dank zahlreicher Serviceanbieter können Sie sich heute tagesaktuelle Kurse Ihrer Fondsanteile kostenlos abrufen. Zudem stellen größere Portale auch einige Informationen zum Fonds bereit, die Ihnen bei der Entscheidungsfindung helfen können.

Vorsicht gilt es gegenüber Berichterstattungen in Presse und im Internet dennoch zu wahren. Lassen Sie sich nicht darüber hinwegtäuschen, dass das ein oder andere Blatt für Berichterstattungen bezahlt wird. Natürlich treffen diese Vorwürfe nicht auf jedes Fachblatt zu, listet das Magazin jedoch überwiegend eigene Produkte oder Produkte von Anbietern mit denen es in Verbindung steht in den Empfehlungen auf, könnte man an der Seriösität zweifeln. Vorsicht gilt es auch gegenüber den Ratings der bekannten Agenturen wie Standard & Poors oder Morningstar walten zu lassen. Diese geben nur einen groben Anhalt über die Qualität des Fonds.

Interessant sind meistens die verschiedenen Interviews in denen Fondsmanager über sich, ihre Erwartungen und die betreuten Fonds plaudern. Hier können Sie als Anleger prüfen ob sich die Vorstellungen des Fondsmanagements mit Ihren Eigenen decken.

Vorsicht bei der Bewertung von Informationen, Beratungsgesprächen und Produktprospekten.

Das Fondsvolumen

Einen Anhalt über die Qualität, besser gesagt über die Flexibilität eines Investmentfonds, bietet das Fondsvolumen. Ein hohes Fondsvolumen deuted auf ein beliebtes und in der Vergangenheit erfolgreiches Produkt hin. Je größer ein Fonds ist, desto schwere kann er sich in engen Märkten bewegen. Der Fondsmanager bleibt im Zweifelsfall auf einer hohen Cashquote sitzen oder er investiert in überteuerte Werte.

Allerdings drohen Fonds mit zu kleinem Fondsvolumen vom Markt zu verschwinden. Verschwinden ist in diesem Fall nicht mit Verlust oder Pleite gleichzusetzen. Die Fondsgesellschaft verdient vor allem prozentual am Fondsvolumen, niemand macht gern Verlustgeschäfte, so werden Fonds zuweilen aufgelöst.

Das Fondsvolumen gibt einen Anhalt über Beweglichkeit des Fonds in engen Märkten.

Renditen der Vergangenheit richtig bewerten

Wie bereits erwähnt neigen Anfänger zu einem gefährlichen Fehler. Sie kaufen die Top Performer der letzten 12 Monate, 3 Jahre oder 5 Jahre. Niemand garantiert jedoch, dass diese auch in Zukunft genauso laufen werden wie bisher. Meistens sind die Anleger dann nach kurzer Zeit unzufrieden und steigen nicht selten mit Verlust aus, um erneut die Top Performer der jüngsten Vergangenheit zu erwerben. Auch wenn es Ihnen schwer fallen wird, verzichten Sie beim Fondsvergleich zunächst einmal auf den Blick der Vergangenheitsrenditen.

Ein weiterer sehr verbreiteter Anfängerfehler ist die Wahl des falschen Vergleichsindex. Wenn Sie beispielsweise bei großen Portalen wie Onvista oder Fondsweb den Chart des Fonds aufrufen, wird Ihnen meist schon ein Index mit angezeigt. Ein globaler Aktienfonds wird in der Regel mit dem MSCI World STRD verglichen.

Der MSCI World STRD berücksichtigt jedoch nicht die gezahlten Dividenden, die beispielsweise bei thesaurierenden Fonds im Fondskurs enthalten sind. Es ist also nicht erstaunlich, das hier die Masse der Fonds besser abschneidet. Der korrekte Vergleichindex ist der MSCI World GDTR.

Renditen in der Vergangenheit sind keine Garantie für die Zukunft.

 

 

Achten Sie darauf, dass der korrekte Vergleichsindex gewählt wurde.