Fonds für Einsteiger

Fonds Einsteiger



Einmalanlage oder Fondssparplan?

Nicht jeder Kleinanleger kann direkt mehrere tausend Euro in Aktien oder Zertifikate investieren. Fonds bieten dem auch dem normalen Anleger eine interessante Alternative - Fondssparpläne.

Einen Fondssparplan kann man bereits ab 25 Euro im Monat besparen, somit wird der Vermögensaufbau für Jeden erschwinglich. Allerdings sollten Sie die Werbung aus der Finanzbranche kritisch betrachten.

Wenn Ihnen beispielsweise nur 50 Euro im Monat zur Verfügung stehen, Sie diese aber sehr bald wieder brauchen werden, sind Aktienfonds definitiv die falsche Investition. Investmentfonds, ganz speziell Aktienfonds, unterliegen unterschiedlich starken Wertschwankungen und eignen sich daher nur für eine langfristige Geldanlage.

Fonds können Sie per Sparplan oder mit einer Einmalanlage erwerben.

Anlagehorizonte für die Geldanlage in Fonds

Unabhängig davon, ob Sie einen Fondssparplan anlegen möchten oder mit einmalig eine bestimmte Anlagesumme in Fonds investieren möchten, beachten Sie die oben genannten Anlagehorizonte, unterhalb dieser zeitlichen Vorgaben erhöhen Sie die Risiken auf Kursverluste unnötig stark.

  • Aktienfonds ab einem Anlagehorizont von mehr als 10 Jahren
  • Immobilienfonds ab einem Anlagehorizont von 3-5 Jahren
  • Rentenfonds ab einem Anlagehorizont von 5 Jahren
  • Geldmarktfonds für kurzfristiges Geld parken
  • Geschlossene Fonds ab einem Anlagehorizont von wenigstens 8 Jahren
Fonds verstehen sich als mittel- oder langfristige Geldanlage. Für kurzzeitige Spekulationen eignen sie sich nicht.

 

Fondssparplan und Cost Average Effect

Gerade Risiko und Rendite sind die zwei wichtigsten Angriffspunkte der Finanzindustrie, drastischer formuliert: Die Gier und die Angst von Anlegern sind die besten Verkaufsargumente.

Fonds für Einsteiger soll Ihnen helfen selbst objektive Anlageentscheidungen zu treffen. Hierzu muss natürlich auch mit den zahlreichen Mythen und Halbwahrheiten der Investmentbranche aufgeräumt werden. Diese dienen oft lediglich zur Mystifizierung und Verkomplizierung von eigentlich sehr einfachen Sachverhalten.

Ein völlig haltloser Mythos ist der Cost Average Effect. Dieser besagt einfach formuliert, dass sich der mittlere Einstiegskurs bei einem Fondssparplan senkt, da Anteile regelmässig zu günstigeren Kursen nachgekauft werden. Der CAE wird daher oftmals als Hauptargument für Fondssparpläne gebraucht.

Bereits mit etwas Logik kann man die Schwachstellen der Theorie ausmachen. Börsenkurse schwanken, das ist Fakt. Sie schwanken allerdings nicht nur nach unten sondern auch nach oben. Es ergibt sich als logische Konsequenz, dass Sie bei einer Einmalanlage einen eher ungünstigen Einstiegszeitpunkt erwischen können. Es sichert jedoch nicht, dass Sie durch Sparpläne langfristig besser fahren. Zu welchem Kurs Sie die Fondsanteile beim Zeitpunkt Ihrer Orderausführung erwerben ist reiner Zufall.

In manchen Prospekten liest man noch abenteuerlichere Beschreibungen. So wird davon gesprochen, dass Sie in schlechten Börsenphasen mehr Fondsanteile und in guten Börsenphasen (also den teuren) weniger Anteile erwerben. Das ist zwar theoretisch korrekt, die Aussage hat aber den gleichen Wert wie die Feststellung "der Apfel ist rot".

Fondsanteile sind keine Gegenstände mit einem festen Wert. Der Wert eines Fondsanteils berechnet sich als Anteil am Fondsvermögen, also einem Teil des Wertes der im Portfolio enthalten Aktien und anderen Wertpapieren. Ob Sie nun mehr oder weniger Fondsanteile erwerben ist dabei völlig egal.

Der Cost Average Effect wurde natürlich auch sorgfältig wissenschaftlich untersucht. Ein Problem sind allerdings die unterschiedlichen Begriffsinhalte, die unter dem CAE verstanden werden. Nachfolgend einige Quellen, die Ihnen bei Interesse einen tieferen Einblick ermöglichen.

 

Im Wesentlichen kommt die Wissenschaft, natürlich unter Betrachtung und Auswertung komplexer historischer Datenreihen, zu der Meinung, dass der Cost Average Effect keinen wirklichen Vorteil gegenüber einer Einmalanlage darstellt.

Der Cost Average Effect ist lediglich ein Verkaufsargument der Finanzbranche.

 

 

Anleger können oft nicht verstehen, warum der zunächst einleuchtende Zusammenhang in Wirklichkeit keine praktische Relevanz besitzt.